Rhytmus im Blut

Heute ist der erste Vollmond im Jahr.
Grund ein bisschen über unseren Gleichklang mit der Mondin und unseren Rhytmus im Blut zu schreiben.
Am Ende wartet auch ein kleines Geschenk auf dich!

Ob der Mondzyklus mit dem Zyklus der Frau zusammenhängt? Natürlich nicht, dafür gibt es doch zig Beweise!
Liebe Wissenschaft, kommt Zeit, kommt vielleicht auch die Erklärung dafür auf eure Schreibtische.
Brauch ich aber gar nicht, denn ich hab den Rhytmus auch so im Blut und weiß, dass ich ein Mond und Natur zyklisches Wesen bin.






Unser Begriff „Mon-at“ leitet sich von „Mond“ ab, da unserer AhnInnen so stark mit dem Mond verbandelt waren.

Sogar in unseren heutigen Sonnenkalendern sind die Mondphasen noch bis heute deutlich markiert.
Ist das ein Höflichkeitsakt für die paar „spinnenden“ Frauen wie mich, die trotz aller Gegenstimmen an das Mondmärchen glauben, oder ist es doch noch ein Überbleibsel aus einer Zeit in der wir ganz selbstverständlich und intuitiv nach dem Rhythmus des Mondes gelebt haben?

Im Lateinischen heißt Monat übrigens „Mensis“ klingt verdächtig nach „Menstruation“, oder?
Ein Mondmonat entspricht auch ungefähr der Zykluslänge eine Frau. Aber ja, zu schwammig, zuviele Abweichungen und zu wenige Normen um diese "spinnende" Frauenwelt endlich mal vernünftig erfassen und schubladisieren zu können!

Angeblich haben unsere Ahninnen zeitgleich menstruiert.
Ist dir auch schon aufgefallen, dass Frauen, sobald sie miteinander in engerem Kontakt stehen ihre Zyklen aneinander anpassen?
Eine Erklärung hat die Wissenschaft mit Pheromonen versucht zu liefern, allerdings habe ich dieses Phänomen auch schon in einer Gruppe von 10 Frauen erlebt, die sich schon beim dritten Treffen, mit Unterbrechungen von jeweils sechs Wochen, ganz ohne Pheromonaustausch, aneinander angepasst haben und die halbe Gruppe dann zeitgleich menstruiert hat. Aber ja, wahrscheinlich auch nur ein 50:50 Joker.

Das passt auch genau zu der zweiten Theorie die sagt, unsere Ahninnen hätten halbe- halbe gemacht. Ein Teil der Frauen hat sich ins rote Zelt verzogen und die anderen haben sozusagen Außen die Stellung gehalten. Mir gefällt der Gedanke und es macht Sinn für mich.

Wie so oft wenn ich mich mit einem Thema befasse stosse ich dann fast von alleine auf Antworten und so wurde ich an eine Stelle im Werk "Causae et curae" von Hildegard von Bingen geführt. Sie spiegelt in ihren Schriften ganz und gar nicht das Bild einer frommen Nonne sondern eher das einer guten Freundin die man alles fragen kann. Auch wenn es um Sexualität geht. Die Menstruation hing für sie ganz klar mit dem Mond zusammen "Das Blut nimmt in jedem Menschen entsprechend dem Wachsen und Schwinden des Mondes zu und ab. Denn wenn der Mond zu seiner Fülle haranwächst, vermehr sich auch das Blut im Menschwn, und wenn der Mond abnimmt, mindert sich auch das Blut im Menschen. So ist es immer sowohl bei der Frau wie beim Mann (!)."

Weiters: "Wenn beim Zunehmen des Mondes das Blut im Menschen sich auf diese Weise vermehrt, dann ist der Mensch, und zwar sowohl die Frau wie der Mann, auch fruchtbar für Nachkommenschaft, das heißt zum Zeugen von Nachwuchs, weil beim Zuehmen des Mondes, wenn auch das Blut des Menschen zunimmt, der Samen des Menschen stark und kräftig ist."

Was Hildegard sagt passt wunderbar zu den in den letzten Jahren von Mirnada Gray geprägten  Mondzyklusphasen, wo auch immer Gray selbst das alte Wissen ausgegraben haben möge.

Demnach befinden sich  Frauen deren Eisprung bei Vollmond und die Menstruation bei Neumond stattfindet im „weißen Mondzyklus“.
Die Fruchtbarkeit dieser Frauen treffen hier mit der Energie des Vollmondes zusammen, Frauen in dieser Phase durchleben gerade große Schöpferkraft oder bereiten sich auf eine Mutterschaft vor. Energie fließt dabei von innen nach außen.

Der umgekehrten Zyklus, Frauen menstruieren bei Vollmond und haben ihren Eisprung bei Neumond, ist der sogenannte „rote Mondzyklus“. Frauen in diesem Zyklus nutzen die Energie des Mondes für die eigene innere Fruchtbarkeit und Entwicklung.
Energie fließt dabei von außen nach innen


Ich habes das Ganze zum besseren Verständnis aufgezeichnet.

Dazu schrieb Hildegard: "Wenn nun die Zeit der Monatsblutung bei einer Frau bei Zunahme des Mondes eintritt, leidet sie in dieser Zeit mehr, als wenn sie ihr beim Abnehmen des Mondes wiederfahren wäre, weil das Blut sich beim Zunehmen vermehern müsste, aber dann durch die Zeit der Monatsblutung vermindert wird."

Konntest du das auch schon bei dir beobachten? Fühlst du dich bei Vollmond Perioden aufgedunsener und allgemein schwächer?

Beide Zyklen sind trotzdem gut so wie sie sind, sie wechseln sich auch immer wieder ab, je nachdem welche Phase präsenter ist oder welche äußeren Einflüsse mitwirken. Oder vielleicht auch, wie das Frauen Kollektiv um dich herum gerade "spinnt".


Wenn dein Zyklus durcheinander ist, bist du als Frau auch in Ordnung. Es wird uns nämlich gar nicht mehr so einfach gemacht im Mondzyklus zu leben. Da die meisten Frauen trotzdem funktionieren müssen, und kein Clan mehr vor dem roten Zelt die Stellung für einen hält, passen sich viele Frauen an einen anderen Rhythmus an. Kunstlicht und Displays, hormonelle Verhütung und Zusätze in Nahrung und Kosmetik können unseren natürlichen Rhythmus auch ganz schön durcheinander bringen!

Aber egal in welcher Phase deines Zyklus du dich gerade befindest, die einzelnen Zyklusphasen sind immer gleich:


Zeit der Menstruation
Zurückgezogene, nachdenkliche, dunkle, ruhige Phase in der Schattenseiten zum Vorschein kommen dürfen.
Diese Phase gleicht dem Winter und dem Neumond.
Begleiten können dich dabei die weisen Göttinnen (Schirch) Percht, Borbeth, Hel und die Pflanzen Holunder und Mistel.


Zeit der Ei Reife, Follikelphase
Energiegeladene und kontaktfreudige Phase des Neustarts und des Planens
Diese Phase gleicht dem Frühling und dem zunehmenden Mond, es wird heller.
Begleiten können dich dabei die jungen Göttinnen Brigid, Wilbeth und Freya und die Pflanzen Birke, Holunder und Schlüsselblume.


Zeit des Ei Sprungs, Ovulation, Fruchtbarkeitsphase
Kraftvolle, ausdrucksstarke, fruchtbare, feurige, selbstbewusste, kreative und gesellige Phase
Diese Phase gleicht dem Sommer und dem Vollmond.
Begleiten können dich dabei die mütterlichen Göttinnen Dana, Ambeth und Frigg und die Pflanzen Beifuß und Ringelblume.


Zeit der Ei Abstossung, Lutealphase
Die Energie lässt nach, Rückzugs- und Reinigungs Phase in der wir loslassen und abstossen.
Diese Phase gleicht dem Herbst und dem abnehmenden Mond, es wird dunkler.
Begleiten können dich dabei die Ernte Göttinnen Latiaran, Tamfana und Demeter und die Pflanzen Wildrose und Weißdorn.



Die meisten Frauen schenken ihrem Zyklus leider viel zu wenig Beachtung. Es wurde den meisten Mädchen auch nicht viel darüber beigebracht. Menstruation ist noch immer für die meisten (Frauen und Männer!) Ihhh, unrein, pfui, lästig, Aua und einfach nur scheiße!
Initiations Rituale und Unterricht im FrauSein gibt es in unserer Kultur nicht mehr, kommt aber bestimmt wieder.

Das Thema selbst wäre schon einen eigenen Blogpost wert, aber heute geht es ja um etwas anderes, mit dem Gedanken "Wie kann mans besser machen?" und damit komme ich auch wieder auf das bereits erwähnte Geschenk zu sprechen.


Kostenloser Mondzykluskalender
Damit du dich, deinen Zyklus und die Mondphasen besser beobachten kannst, stelle ich dir einen kostenlosen „Mondzykluskalender“ zur Verfügung. Ich habe zweit Designs erstellt, je nachdem welches dir besser gefällt, du kannst sie hier gleich abspeichern (Bild anklicken dann rechter Mausklick und Grafik speichern) und im Vollformat ausdrucken.






Ja, ganz oldschool. Vielleicht führst du ja ein Tagebuch oder ein Zyklusjournal, da kannst du den Kalender gleich einkleben. Im Kalender trägst du ein, wann du deine Tage hast, vielleicht spürst du auch deinen Eisprung, dann kannst du den auch eintragen. Ansonsten kannst du dir den Eisprung, sofern dein Zyklus regelmäßig ist, auch ungefähr berechnen (er liegt etwa in der Mitte deines Zyklus).
Mit der Zeit wirst du Muster erkennen und sehen, in welcher Phase du dich gerade befindest und wie du gerade zur Mondin stehst.
Das hilft sehr im eigenen Rhythmus zu bleiben, vieles an sich selbst zu verstehen und annehmen zu können, und auch ganz praktisch besser das Leben im Außen zu planen. So gut es geht Termine so zu setzen, dass es zu deiner Energie passt, Zeiten des Rückzuges bewusst einzuplanen.


Mondrituale
Wenn du dich heute Nacht mit der Mondin mehr verbinden möchtest braucht es keinen aufwändigen Rituale oder Wolfsgeheul (spricht aber nichts dagegen!) Es reicht einen Abendspaziergang zu machen oder ein wässriges Vollbad zu nehmen.
Oder auch ein Mondbad wenn die Mondin bei dir beim Fenster reinblinzelt.
Dreh dann alle Lichter ab, zieh die Vorhänge auf, leg dich, am besten nackt ins Mondlicht und genieße!


Und wenns noch ein bisserl mehr sein darf: hier gehts zu einem Blogpost meiner wunderbaren Freundin Pauluna
Der Titel ist der Gleiche wie meiner hier, denn den haben wir vor ein paar Woche gemeinsam gesponnen! Natürlich während unserer zeitgleichen Periode, dabei hatten wir uns Monate davor gar nicht gesehen.



Du möchtest noch mehr wissen? Komm ins Frauenzimmer!


 Thx pixabay!