Es gibt Geschenke!

Was heute schon Geschenke?
Nein, eh nicht, das war nur clickbait, ich möchte euch aber etwas über den Ursprung der Schenkerei, über die ja oft mehr gejammert wird als dass sie Freude bringt, erzählen. Aber ähnlich wie bei meinem Blogpost über den Nikolo ist auch das wieder Löwinger Bühne pur.


 


Zu umfangreich um alles im Detail zu erklären, denn wieder sind zu viele Protagonisten am Werk: da hätten wir Wodan, aus der Nikolo Story der ja sozusagen einen Tauschhandel mit ansässigen Kindern betrieb "Ihr gebt mir Geschenke, ich vertreib den Winter." 

Oder der Schamane im hohen Norden, der im Fliegenpilz Rausch alles Gute von oben kommen ließ. 
Vielleicht ist es aber auch ein Kult, angelehnt an die Geschenke, die drei Magier dem Sonnengott Mithras machten (der hat zufällig auch am Christtag, dem 25.12. Geburtstag) Mithras ist aber auch nur ein Abklatsch von Mitra, einer persische Muttergöttin, die kam aber bei den Römern nicht so gut an (Patriarchat und so) also haben sie lieber ihn verehrt bevor die Kirche dann im 4. Jhdt. nach seiner Geburt das Christkind aus dem Hut gezaubert hat.
Die Geschenke am 24./25. statt am 6. 12. hat dann aber sowieso erst Luther im 16. Jhdt. verordnet, der hat einfach den Nikolo umbesetzt um ihm eins auszuwischen, denn wer Gott hat, braucht sonst keine Heiligen.
Vielleicht hat aber auch die Percht ihre Finger im Spiel. Ihr Auftritt ist bis heute im Alpenraum am 6. Jänner, an dem Tag feiert auch die Orthodoxe Kirche. (Das könnte aber auch ein Formalfehler sein, die Umstellung auf den gregorianische Kalender hat ja einst ein paar Tage ausfallen lassen.) Wegen dem Christkind selber ist der Kult aber auf jeden Fall nicht entstanden, wär ja auch komisch wenn zu seinem Geburtstag alle anderen Geschenke bekommen würden.

Was wir sicher sagen können ist: das wieder zunehmende Licht war früher Geschenk und Anlass zur Freude. Und an besonders freudigen Tagen wurde auch rituell gefeiert, es gab besondere Speisen, "mehr als sonst" und man hat seine Freude gerne geteilt.

Man hat sich Kleinigkeiten geschenkt, etwa grüne Zweige, symbolisch für das Fortbestehen des Lebens, die sich ja auch bis heute, wenn auch nicht als Geschenk, erhalten haben. Aber auch Früchte, Nüsse und süße Speisen waren gerne gesehen und sind es noch heute. 
 

Man kann über das heutige Ausmaß denken was man möchte, es ist einfach Teil unsere Kultur, ein Ritual, ein Zeichen des Dankes, der Wertschätzung und Verbundenheit (gilt auch an Geburtstagen oder anderen Jahresfesten) und jeder darf sich sein Weihnachten so gestalten, dass es sich stimmig anfühlt. "Würd ich ja so gern aber die Mitzi Tant…" Ja, die Mitzi Tant, die machts eben anders!