Sonntag, 30. November 2014

Advent, Advent die 1. Kerze brennt


Mit dem ersten Advent beginnt für mich eine der schönsten Zeiten im Jahr. 
Das war nicht immer so, da gerade zur Weihnachtszeit Kaufrausch, Stress, hektische Menschenmassen und Lärm so präsent sind, dass es sich für mich alles andere als besinnlich und wie das "Fest der Liebe" angefühlt hat, ich habe mich eher wie Grinch gefühlt...

Erst als ich begonnen habe mich auszuklinken und wieder auf meine innere Stimme zu hören, konnte ich beginnen diese zauberhafte Zeit zu genießen. Ich habe verstanden, dass nicht nur Natur und Tiere beginnen ihren Winterschlaf halten, sondern dass es auch uns Menschen gut tut inne zu halten und Ruhe zu geben. Die Wintersonnwende am 21.12., die für die "Ankunft des Lichtes" steht und für mich eines der schönsten Jahreskreisfeste darstellt, sowie die darauf folgenden Rauhnächte habe ich schon in den letzten Jahren als geniale "Ladestation" für mich entdeckt (und werde darüber auch in den nächsten Wochen hier schreiben).

Auch der Advent (lat. Adventus „Ankunft“) hat plötzlich eine ganz neue Bedeutung für mich bekommen, als mir das Buch "Advents- und Weihnachtsrituale" von Jeanne Ruland in die Hände fiel.
Der Zugang der Autorin die Adventszeit dafür zu nutzen, sich langsam vom alten Jahr zu lösen und sich mit dem wöchentlichen Entzünden einer zusätzlichen Kerze auf die "Ankunft des Lichtes" zur Wintersonnwende oder auch auf die "Ankunft des das inneren Lichtes" einzustimmen, gefällt mir besonders gut.

In diesen 4 Wochen, die ungefähr der Dauer eines Mondzyklus entspricht, kann sich Energie gut ab- und wieder aufbauen, die Zahl 4 gilt auch als besonder stabil auf der sich Neues gut aufbauen lässt. Die Adventszeit, ist daher idealer Zeitraum um Altes loslassen und neue Gedanken und Gewohnheiten zu manifestieren die am Ende erstrahlen dürfen.

Hilfreich dabei ist auch folgende Licht Symbolik:

Heute brennt das erste Licht, symbolisch für "ich bin" und "es ist alles eins"
2. Licht: symbolisch für "du bist" und die Zweiheit aber auch Polarität
3. Licht: symbolisch für "wir sind"
4. Licht: symbolisch für "es sei"

Wenn man nun beginnt das Jahr Revue passieren zu lassen und zu reflektieren z.B. was war gut, was möchte ich loslassen,...wobei man sich an jedem Sonntag chronologisch 3 Monate vornimmt, heute also Jänner- März. Wenn man sich auch Gedanken darüber macht, mit wem man unbedingt in den nächsten Wochen noch Zeit verbringen möchte und wem man ganz besonders (auch mit einem Geschenk) danken möchte, ist es eigentlich ganz nah dran an dem was ich persönlich unter "Fest der Liebe" verstehe: Bei sich selbst ankommen und Liebe zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen zu spüren. Und zwar so, dass es von Herzen kommt und sich gut anfühlt und nicht in Stress oder ein Gefühl des Müssens ausartet. 

Ich habe mich heuer übrigens für einen ganz traditionellen Kranz entschieden. Auch wenn ich die letzten Jahre aus diversen Dekogegenständen und Kerzen sehr phantasievolle, sagen wir mal Adventkranz-ähnliche Gebilde gebastelt hatte, musste es heuer ganz klassisch sein. Der grüne Kranz symbolisiert den Kreislauf des Lebens und Kraft, Rot und Gold symbolisieren das Feuer und somit auch das Licht.

Ich hoffe jeder von uns findet in den nächsten Wochen ein paar ruhige Momente um sich auch ganz auf sich zu konzentrieren, das wünsche ich dir und mir!