Freitag, 16. Juni 2017

Sommerpause



















...darum befinde ich mich derzeit auf Sommerpause!

In dieser Zeit bin ich ausschließlich per Mail erreichbar, diese werden in unregelmäßigen Abständen bearbeitet. Ich bin dann ab dem 25. September 2017 wieder für euch da.
Ich wünsche euch bis dahin eine wunderschöne Zeit mit vielen Abenteuern! Lasst es euch gut gehen!

Dienstag, 4. April 2017

Be a bee! Der Löwenzahn ist da!

"Im Frühling verzaubert der Löwenzahn ganze Wiesen in einen goldenen Teppich, und im Herbst verwandelt er sich zu einem Nebel aus fliegenden Früchten, die der Wind in sanften Wirbeln zu den fernen blauen Hügeln trägt. " (Maurice Messegué)


Noch ist es kein goldener Teppich, aber zumindest habe ich heute die erste Löwenzahn Blüte im Garten entdeckt. Der Löwenzahn ist uns so vertraut, selbst nicht Naturfreunde erkennen ihn meist problemlos, dass er schon wieder zu gewöhnlich ist.
Die von Kindern geliebte Pusteblume ist außerdem vielen ein Graus im englischen Rasen, dabei hat der Löwenzahn viele Vorzüge, er kann sozusagen von Kopf bis Fuß genutzt werden. Die Blüten verwende ich am liebsten um Löwenzahn Honig selber zu machen, dazu gibt es weiter unten mein Rezept.

Die Blüten und Blätter können aber auch als Tee getrunken werden oder äußerlich als hautreinigendes Beauty Elixier verwendet werden. Die Wurzeln können zu "Kaffee" gemahlen werden, die Knospen pikant eingelegt werden und die zarten, jungen Blätter im Frühling sind nicht nur in der Steiermark mit viel Kernöl gerne als "Röhrlsalat" auf dem Teller gesehen.
Für Kauf Salat Liebhaber allerdings geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftig, da hier keine Bitterstoffe weggezüchtet wurden, aber das ist schon gut so. Denn Bitterstoffe regen die Verdauung an, die Säfte fließen spürbar bereits im Mund. Und was bitter im Mund, macht den Magen gesund!

Es fließt auch anderswo, da der Löwenzahn als harntreibend gilt, das kommt uns beim innerlichen  Frühjahrsputz aber natürlich sehr gelegen. Nicht umsonst hat der Löwenzahn so charmante Beihnahme wie "Brunzblume" oder wohlklingender auf französisch "Pissenlit" was auch nichts anderes bedeutet als ins Bett zu pissen. Darum besser nicht mit dem Tee trinken übertreiben, sonst treibts. Besonders an ihm ist dabei aber, dass er trotz erhöhter Pipi- Tätigkeit, dank seines eignen Kalimugehalts, gleichzeitig Kaliumverluste ausgleichen kann. Außerdem versorgt er uns mit Kieselsäure, besonders viel Vitamin A und C, Natrium, Phosphor, Eisen, Mangan, Zink um die wichtigsten zu nennen.
Die Nährstoffe holt er mit seinen dicken, unkaputtbare Wurzeln aus dem Boden, diese lockern dabei ganz nebenbei das Erdreich und werden auch von jungen Regenwürmern kulinarisch sehr geschätzt. Das freut das Gärtnerherz!

Auch die ebenso geschätzten Bienen lieben die Blüten dieser früher im Volksmund genannten "Sonnenblume"(bevor ihre große "Schwester" nach Europa kam.)
Ob der Name daher kam, dass die Blüte selbst wie eine kleine Sonne aussieht oder sich das Köpfchen nur an sonnigen Tagen öffnet, und der Lowenzahn daher auch als "Wetteranzeiger" gilt, kann jeder für sich selbst interpretieren. Meist blüht er nur für einen Tag und nur dann, wenn der Tag weniger als 12 Sonnenstunden hat. Daher sieht man den Löwenzahn nur im Frühling und im Herbst auf unseren Wiesen oder sogar in Asphaltritzen in der Großstadt scheint er sich recht wohl zu fühlen.
Er hat es nämlich auch gerne stickstoffreich, da tritt er besonders zahlreich auf, daher besser nicht am Wegesrand neben Feldern pflücken wo Dünger oder Hundepipi im Spiel sein könnten!
Seine beste und schmackhafteste Zeit für die oberen Pflanzenteile ist auf jeden Fall der Frühling, im Herbst hingegen ist die bessere Erntezeit für die Wurzeln. Seine Blätter können übrigens je nach Standort rund oder "gezahnt" sein, woher auch sein Name kommt.


Lange dauerts jetzt bestimmt nicht mehr, bis die Wiesen mit Löwenzahn übersäht sind und ihr mal selbst Biene spielen könnt um euren eigenen Löwenzahn Honig einzukochen. Der lässt ich besonders gut verwenden um Getränke zu süßen, schmeckt in Palatschinken, aufs Brot oder im Salatdressing und ist natürlich eine tolle Alternative für Veganer.



Zutaten

  • 7 Handvoll frische Löwenzahn Blüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 1/2 Bio Zitrone - Saft und Schale

Zubereitung
  1. Löwenzahnblüten in einen Topf geben und mit Wasser aufgießen
  2. Zugedeckt ca. 2h ziehen lassen
  3. Wasser aufkochen, vom Herd nehmen und Mischung über Nacht ziehen lassen
  4. Am nächsten Tag die Löwenzahnblüten abfiltern
  5. 1kg Zucker sowie Saft und Abrieb einer halben Zitrone zugeben
  6. unter Rühren zum Kochen bringen
  7. kurz kochen und anschliessend auf kleiner Flamme vor sich hin simmern lassen
  8. einkochen, bis die Masse Fäden zieht (dauert je nach Temperatur einige Stunden)
  9. Gelierprobe wie beim marmelade einkochen machen: dafür eine kleine Menge auf Teller auskühlen lassen um zu sehen wie fest die Masse ist, idealerweise zäh wie Honig, dann ist er fertig (Der Honig kristallisiert aber im Laufer der Zeit bereits abgefüllt in den Gläsern aus und wird dicker.) Bei Bedarf nochmal weiter einkochen
  10. Noch heiß in saubere, ausgekochte Gläser abfüllen und beschriften

Montag, 28. November 2016

DIY Bade Cup Cakes


Heuer bin ich schon seit 2 Wochen in Weihnachtsstimmung. Zum Glück war gestern 1. Advent und nun kann es offiziell los gehen mit Weihnachtsmusik, Lichterketten und vor allem Basteleien. Am Wochenende war daher Christkindl Werkstatt angesagt und ich habe Bade Cup Cakes gemacht. Die sind so putzig, dass ich sie unbedingt hier auf den Blog stellen muss und hoffe, dass sie euch zum Nachmachen inspirieren. Schließlich gehört zu den Winterfreuden ein ausgiebiges, heißes Bad. Noch besser wenn dieses gut duftet und die Haut gleichzeitig streichelzart macht.



Die angegeben Menge reicht für ca. 15 Stück. Haltbarkeit ca. 6 Monate (je nachdem, wie lange eure verwendeten Fette haltbar sind)
Ich habe für die Herstellung in etwa 20 Minuten benötigt.

Innere Werte Cake


Innere Werte
Topping

  • 30g Kakaobutter
  • 10g Sheabutter
  • 10g Kokosöl (macht die Masse weicher)
  • 50g Natron/Speisesoda
  • 50g Zitronensäure
  • 50g Speisestärke
  • Zum Färben: ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe bzw. eine Messerspitze Seifenpigment
  • 20 Tropfen äther. Öl, z.B. Zimt, Nelke
  • 1 TL getrocknete Rosenblüten Brösel (z.B. Kräuterhaus Kottas oder Apotheke)

So wird`s gemacht!
(mit Cake beginnen)

Cake

  1. Kakao- und Sheabutter zusammen sanft im Wasserbad schmelzen
  2. alle restlichen, trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen
  3. Sanddornfruchtfleischöl zu den geschmolzenen Fetten beimengen. (oder Seifenpigment bzw. Lebensmittelfarbe darin auflösen)
  4. Fette zu den trockenen Zutaten gießen
  5. alles gut miteinander mit einem Löffel vermischen
  6. Wer mag, kann jetzt äth. Öl zufügen
  7. die sandige Masse rasch in eine glatte Silikonform oder in kleine Papier Muffin Förmchen füllen

Topping

  1. Kokosöl, Kakao- und Sheabutter zusammen sanft im Wasserbad schmelzen
  2. alle restlichen, trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen
  3. Je nachdem was zum Färben verwendet wird: Seifenpigment oder Lebensmittelfarbe in geschmolzenem Fett auflösen
  4. Fette zu den trockenen Zutaten gießen
  5. alles gut miteinander mit einem Löffel vermischen
  6. Wer mag, kann jetzt äth. Öl zufügen
  7. Die Masse in einen Spritzbeutel einfüllen
  8. Topping auf die Cakes aufspritzen
  9. Mit Rosenblüten bestreuen
  10. im Tiefkühler kalt stellen
  11. Nach 15 Minuten sind die Cakes ausgehärtet und können zum Verschenken verpackt oder am besten gleich verwendet werden.







Ein Bade Cup Cake reicht für einmal Badespaß.

Hinweis: Bade Cup Cakes können aufgrund der enthaltenen Fette nach dem Ablassen des Wassers einen fettigen Rand an der Badewanne hinterlassen. Der lässt sich aber problemlos mit einem Küchentuch und etwas Putzmittel wegwischen.

Montag, 23. Mai 2016

Kräuter- Dudla für heiße Sommertage

Gestern hat es sich schon richtig nach Sommer angefühlt und für Tage wie diesen habe ich letztes Jahr ein einfaches aber geniales Erfrischungsgetränk für mich entdeckt: selbstgemachter Kräuter Dudla
Die dafür benötigten Kräuter können variieren. Für mich persönlich sind aber der Geschmack von den Wiesenkräutern Giersch, Gundermann und Schafgarbe die beste Kombi, abgesehen davon, dass meine 3 Kräuterfreunde bei mir im Garten wachsen und somit immer frisch verfügbar sind. Wer einen Garten hat wird bestimmt auch bei sich fündig (sofern man die Wildkräuter sicher bestimmen kann!), sonst können natürlich auch aromatische Küchenkräuter wie z. B. Minze, Melisse, Zitronenverbene, Lavendel, Salbei,... verwendet werden.

Innere Werte:
  • 1l naturtrüber Apfelsaft
  • 10 Stängel Giersch
  • 10 Stängel Gundermann
  • 10 Stängel Schafgarbe
  • je ein Stängel Minze, Melisse und/oder Zitronenverbene
  • 3 Scheiben Zitrone
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1,5l prickelndes Mineralwasser

So wird´s gemacht:
  1. frische Kräuter zu einem Büscherl binden
  2. Kräuter mit den Fingern etwas anquetschen
  3. Apfelsaft zusammen mit Zitronensaft in einen Krug füllen
  4. Zitronenscheiben und Kräuter zugeben
  5. über Nacht ziehen lassen
  6. vor dem Servieren mit Mineralwasser aufspritzen und genießen!



Mittwoch, 27. April 2016

Husch, husch in den Wald! Letzter Aufruf für die Bärlauch Jäger!

Husch, husch ab in den Wald bevor die Bärlauch Saison endgültig vorbei ist!
Die Blätter sind nur noch vereinzelt in überzeugender Qualität zu finden (vor der Blüte sind sie am besten, auf Nordhängen hat man teilweise noch Glück). Dafür sind die Wälder derzeit ein einziges weißes Bärlauchblüten Meer, das schon von weitem nach Knofl riecht. Dazwischen versteckt sich noch eine weitere Wald Delikatesse, nämlich die noch geschlossenen Bärlauch Knospen.




Über meine Bärlauch Liebe habe ich hier auf meinem Blog schon mehrmals geschrieben, die Ideen in der Küche gehen mir während der ganzen Pflück Saison nie aus. Heuer möchte ich euch mein Rezept für Bärlauch Kapern vorstellen.

Die Knobelig-sauren Bärlauch Kapern kann man als Anti Pasti, in Salaten, aufs Brot oder auch in Suppen und Eintöpfen genießen. Überall dort, wo ein knobeliges, deftiges Aroma gewünscht ist.

Ihr benötigt für ca. 10 Gläser (Größe ca. 150-200ml) folgende Zutaten:
  • ca. 1kg geschlossene Bärlauch Knospen ohne Stiel
  • 500ml Essig (ich nehme immer weißen oder roten Balsamico)
  • 1 gehäufter EL Zucker
  • 1 EL Salz
  • 1 kleines Lorbeerblatt pro Glas
  • 5-10 Pfefferkörner pro Glas saubere, heiß ausgewaschene Schraubgläser



Zubereitung
  1. Essig, Zucker und Salz ganz kurz in einem Topf aufkochen
  2. Bärlauchknospen zusammen mit Lorbeerblatt und Pfefferkörner in Schraubgläser schichten
  3. mit dem warmen Essig aufgießen, dabei darauf achten, dass alle Knospen bedeckt sind und möglichst wenig Luft eingeschlossen ist. Gläser fest verschließen.
  4. Die Kapern können nach mind. 1 Monat "Reifung" gegessen werden, am besten schmecken sie aber nach ca. 6 Monaten oder noch später, wer es so lange aushält ;) (Haltbarkeit geschlossen ca. 2 Jahre)




Wer es noch nicht probiert hat: auch die geöffneten weißen Bärlauch- Blüten schmecken pur toll aufs Butterbrot oder über den Salat! (Küssen ist nachher aber nicht mehr, gell!)
Ich mag vor allem diesen anfangs süßen und dann den scharf würzigen Geschmack der Blüten.
Wenn ich wieder einmal zuviel gepflückt habe, wandern die Blüten mit ihren schönen eleganten Stielen bei mir auch schon mal in die Vase als hübsche Deko oder noch besser ins (weiße) Einmachglas um Essig zu aromatisieren.
Als Faustregel gilt hier: je nach Größe des Einmachglases ca. 1/3 mit den Blüten füllen und je nach Wunsch mit Essig (ich mag Apfelessig bzw. weißen Balsamico) aufgießen. Dabei darauf achten, dass möglichst wenig Luft im Glas ist.

Den Essig könnt ihr dann gleich verschließen und ans Fenster stellen. Ich bevorzuge dabei die Sonne als Auszugshilfe, manche mögen das nicht so, die stellen es einfach irgendwo in der Küche hin wo Platz ist. Wichtig ist: jeden Tag einmal sanft schütteln.
Nach ca. 3 Wochen ist euer aromatisierter Essig fertig. Man kann das ganze dann filtern und in eine dunkle Flasche abfüllen oder die Blüten auch gleich drinnen lassen.

Ein bisschen Geduld brauchen wir also noch, bis wir diese beiden Leckereien dann genießen können!
Ich wünsche euch gutes Gelingen und eine schöne Ernte bei eurem nächsten Waldbesuch!