Mittwoch, 17. Januar 2018

Umbauarbeiten am Blog

Derzeit bastel ich an meinem Blog herum, darum ist noch nicht alles an seinem richtigen Platz.
Nächste Woche ist die Seite dann so wie sie sein soll.
Danke für dein Verständnis!


Samstag, 23. Dezember 2017

Have yourself a merry little christmas!


Ich wünsche euch eine wunderbare Weihnachtszeit 
und zauberhafte Rauhnächte,
mit vielen schönen Momenten im Kreise eurer Liebsten 
und mit viel Zeit für euch ganz alleine!

Ich bin bis 15. 01. 2018 auf Winterpause 
(Mails werden in dieser Zeit nur unregelmäßig beantwortet)

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Woman Interview zum Nachlesen: Warum ich Naturkosmetik verwende


Wie alles begann
Im Jahr 2010 hatte ich einen Sinnes- & Lebenswandel. Ich hab mich gefragt, ob ich mich richtig ernähre, richtig pflege und wie ich leben möchte.
Kurz darauf lernte ich in einem Seminar das alte faszinierende Wissen rund um die Kraft der pflanzen und das Herstellen von Naturksometik. Ich stellte fest, dass ich nicht nur privat, sondern auch als Make up Artist  beruflich nicht mehr mit konventionellen Produkten schminken wollte, dioe ich selber nicht mehr vertreten konnte.
Den Inhalt meines Make up Koffers wechselte ich von heute auf morgen aus. Ich gebe mittlerweile Workshops damit jeder die Urkraft der Pflanzen selber gezielt für sich mischen kann.

Worauf ich heute achte
Ich stelle quasi alles selbst her, vieles aus meiner Rührküche wächst sogar in meinem Garten. Mit meinen Haaren mache ich nichts mehr, und die waren noch nie so lang und so schön wie jetzt. Statt Parfum trage ich ätherische Öle- mir fehlt es an nichts!

Rechts im Bild zwei meiner Lieblingsprodukte: Mandel Öl und frische Brennessel

Woman Ausgabe Nr. 21/12.Oktober 2017
Das Interview führte Sermin Kaya, das Foto stammt von Oliver Topf

Wer sich für meine Haarpflege interessiert: hier lang!
 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Omas Ringelblumen Creme

Wahrscheinlich war die Ringelblumen Creme meiner Oma, meine erste Begegnung mit Naturkosmetik.
Die Ringelblumen in ihrem Garten und wie sie die Blüten in Schmalz für ihre berühmte Creme ausgezogen hat, sind mir noch heute in Erinnerung. Auf die Creme hat sie wie jede Omama geschworen und sie uns Kindern bei kleinen Auas oder auch auf Opas Hände nach der Gartenarbeit aufgetragen.
Warum die Ringelblume zu einem ihrer größten Schätze im Garten gezählt hat, weiß ich aber erst heute, nachdem ich meine eigenen Ringelblumen Creme herstelle und schon viel über diese wunderschöne Pflanze gehört und gelesen habe.




 

Die ursprünglich aus dem Mittelmeer Raum kommende Pflanze hat seit dem Mittelalter und vor allem seit Hildegard von Bingen ihren festen Platz in den heimischen Hausapotheken gewonnen. Hildgard beschriebt die Ringelblume unter anderem als entzündungshemmend und wundheilend. Meine Oma hat ihre Creme bei Sonnenbrand, leichten Verbrennungen, zur Pflege trockener, rissiger Haut und bei kleinen Wunden daher stets zur Stelle gehabt.
 

Die Ringelblume (Calendula officinalis) gilt hierzulande als eine der beliebtesten kultivierten Zierpflanzen.
Wahrscheinlich nicht nur wegen ihrer Wirksamkeit, sondern auch wegen ihrer monatelang andauernden Schönheit, immerhin blüht sie den ganzen Sommer, oft bis spät in den Herbst hinein bis zum ersten Frost. Durch ihr sonnenähnliches Aussehen und aufgrund ihrer lange Blütezeit, die sich nach dem Lauf der Sonne orientiert, gilt sie auch als eine der "Sonnenbrautblumen" die Göttinnen, wie etwa Freya gewidmet wurden.

Die bis zu 60cm hohe, filzig behaarte Ringelblume ist ein sehr dankbares Gartengewächs. Sie mags gerne sonnig und liebt laut zahlreicher Quellen lockeren, sandigen, nährstoffreichen Boden auf den sie gleichzeitig selbst guten Einfluss hat (die Ausdünstungen ihrer Wurzeln mögen viele Schädlinge nicht, sie ist daher auch ideal fürs Gemüsebeet.)
Meiner Erfahrung nach ist sie aber nicht besonders anspruchsvoll, bis jetzt ist sie überall aufgegangen
wo ich sie gesät habe, sogar in den Steinritzen. Gesät wird sie am besten im Frühjahr direkt im Freien an Ort und Stelle.


Köhlers Medizinalpflanzen

Ab Juni kann man sich dann schon an der kräftigen gelb-orangen Blütenpracht erfreuen. Sie säht sich dann in weiterer Folge praktisch von alleine, keimt während dem Sommer erneut oder im darauf folgenden Frühjahr.
Wer die Blüten stehen lässt, hat wenig später schon eine Fülle an neuen Samen die sich wieder beliebig säen lassen. Die markanten, gekringelten Samen sind übrigens Namensgeber der "Ringel"blume.

Die Blüten selbst werden idealerweise nach dem völligen Öffnen der Blüten, bei trockenem Wetter, am besten in der Mittagssonne gesammelt, hier ist die Konzentration der Wirkstoffe am höchsten. Dabei werden die Blüten knapp unterhalb des Ansatzes abgeschnitten und im Anschluss locker auf einem Tuch oder Backpapier aufgelegt und an einem schattigen Platz einige Tage gut durchgetrocknet. Man kann nun die getrockneten Blütenköpfe im Ganzen trocken und lichtgeschützt, am besten in einem Schraubglas, aufbewahren oder die einzelnen Blütenblätter gleich abzupfen.
Wichtig ist, das das Pflanzenmaterial vollständig vor der Lagerung durchgetrocknet ist, um Schimmel zu vermeiden.




Ringelblumen Creme selber machen
Jede Oma schwört auf ihre Rezept und ebenso viele Überlieferungen gibt es.
Früher wurde traditionell, da verfügbar, oft Schweineschmalz verwendet, aber auch die Bienenwachs-Öl Methode war schon beliebt. In manchen Rezepten liest man von der Verwendung der Pflanze mit Blüten, Blätter und Stielen. In anderen werden nur die kostbaren einzelnen Zungenblüten verwendet. Manche verwenden nur vollständig getrockneten Blüten, andere schwören auf die Verwendung der frischen Blüte. Die einen machen einen warmen Ölauszug, die anderen einen kalten...
Ich verrate euch nun, wie ich meine Creme am liebsten zubereite:

Ringelblumen Creme ca. 5x 50ml, ca. 6 Monate haltbar 

(btw: da ich keine Apothekerin bin, heißts bei mir nicht Salbe)

Innere Werte

  • ca. 1-2 gute Handvoll getrocknete Ringelblumenblüten (zerkleinert)
  • 250g Bio Sonnenblumenöl
  • 25g Bio Bienenwachs (oder vegan: 50g Beerenwachs)
  • wer mag: 25 Tropfen Rescue Bachblüten

 

So wird`s gemacht (mit Kaltauszug Methode)

  1. Ringelblumen in ein sauberes Einmachglas füllen und leicht zusammendrücken, das Glas sollte maximal bis zu 3/4 mit den Blüten gefüllt sein. 
  2. 250g Sonnenblumenöl sanft erwärmen (Öl darf nicht heiß werden!)
  3.  Ringelblumen mit dem warmen (nicht heißen) Öl übergiessen, bis die Pflanzen vollständig bedeckt und das Glas fast randvoll ist. Das Glas verschliessen und gut durchschütteln um Luftblasen zwischen den Blüten zu vermeiden.
  4. Das Glas mind. ca. 2 Wochen stehen lassen (ich persönlich stelle es gerne an ein Fensterbrett wo es warm ist und mein Ölauszug einige Stunden am Tag volle Sonne und in der Nacht volles Mondlicht abbekommt, aber auch da hat jeder so seine Methode, manche stellen das Glas auch einfach in den dunklen Schrank.) Das Glas zwischendurch immer wieder leicht schütteln, idealerweise bekommt es nach einiger Zeit eine schöne orange Farbe. 
  5. Nach der Auszugszeit wird das Öl durch ein feinmaschiges Sieb gefiltert. 
  6. Anschließend das Öl zusammen mit dem Bienenwachs sanft und langsam im Wasserbad erwärmen, bis das Bienenwachs vollständig geschmolzen ist. 
  7. Wer mag: jetzt die Bachblüten zugeben und gut einrühren 
  8. In saubere 50ml Tiegelchen abfüllen und auskühlen lassen bis die Creme fest wird 
  9. gut verschliessen, beschriften und an einem kühlen Ort lichtgeschützt lagern 
  10. Creme zur Hautpflege mit sauberem Spatel entnehmen

Alternativmethode für Eillige: Warmauszug

  1. Sonnenblumenöl sanft im Wasserbad erwärmen 
  2. Ringelblumenblüten ins Öl zugeben
  3. Einige Minuten simmern lassen, es beginnt dabei gut zu duften und man hört es ein bisschen knacksen, das Öl darf aber auf keinen Fall zu heiß werden, wir wollen keine frittierten Ringelblumen ;)  
  4. Öl vom Herd nehmen und mindestens eine Stunde, am besten über Nacht ziehen lassen
  5. Nach der Auszugszeit wird das Öl durch ein feinmaschiges Sieb gefiltert, das Öl sollte schon gut duften und eine gelbliche Farbe annehmen
  6. Anschließend das Öl zusammen mit dem Bienenwachs sanft und langsam im Wasserbad erwärmen, bis das Bienenwachs vollständig geschmolzen ist 
  7. Wer mag: jetzt die Bachblüten zugeben und gut einrühren 
  8. In saubere 50ml Tiegelchen abfüllen und auskühlen lassen bis die Creme fest wird 
  9. gut verschliessen, beschriften und an einem kühlen Ort lichtgeschützt lagern 
  10. Creme zur Hautpflege mit sauberem Spatel entnehmen




Tipp: wer keine eigenen Ringelblumen im Garten hat (gedeiht übrigens auch im Blumentopf!) kann diese bereits getrocknet bei Kottas, in jeder Apotheke (auch hier sind Kottas Produkte bestellbar) oder von Sonnentor beziehen.
Oder auch bei Hinterauer übers Internet bestellen.

Hinweis: Ringelblumen gehören zur Familie der Korbblütler und sollten nicht bei Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern verwendet werden. Bei längerer äußerlicher Anwendung kann es unter Umständen zu Kontaktekzemen kommen.


Wer sich jetzt ein bisschen, so wie ich, in die Ringelblume verliebt hat, wird vielleicht beim Weiterlesen noch verliebter, denn es steckt noch soviel mehr in dieser schönen Pflanzen:

  • Zum einen ist die Ringelblume auch essbar und daher am Teller sehr beliebt. Die frischen jungen Blätter und die Blüten machen sich sehr hübsch im Salat und auf dem Butterbrot, früher war die Ringelblume auch ein beliebtes Färbemittel (Farbe löst sich in heißer Flüssigkeit) in der Küche, oft sogar als Ersatz für teuren Safran. Natürlich kann die Ringelblume auch als Teezutat verwendet werden.
  • AFrüher wurden damit Stoffe, Wolle und sogar Haare gefärbt.
  • Die Bauern haben sich seit jeher gerne auf sie verlassen: "Zeigt morgens die Ringelblume ihr Gesicht, sie einen schönen Tag uns verspricht. Doch hält sie ihr Antlitz verborgen, bereitet das Wetter dem Landmann oft Sorgen."
    Sind die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr bereits geöffnet, so kündigt dies einen sonnigen Tag an. Sind sie jedoch nach 7 Uhr noch geschlossen, ist schlechtes Wetter oder gar Regen zu erwarten.
  • Die für mich schönste Aussage die ich über die Ringelblume gelesen habe: " Ringelblumen - Blütenwasser auf die Augenlider getupft hilft Feen zu sehen."

Probiert es doch genauso wie die Zubereitung der Ringelblumencreme einfach aus ;)



Thx2Pixabay

Samstag, 1. Juli 2017

DIY Summer Special: Tausendsassa Bodyspray


Juhu, der Sommer ist da! Nicht nur laut Kalender sondern sogar richtig spürbar, mit Sonnenschein, schönen warmen Temperaturen und allem drum und dran. Damit ihr natürlich gepflegt in den Sommer starten könnt, habe ich mich zusammen mit Edda vom Eco.Life.Style.Magazine "The bird´s new nest" hinter die Rührschüsseln geklemmt und 6 wunderbare DIY Naturkosmetik Rezepte kreiert, die sich in jeder noch so kleinen Küche mit wenigen Zutaten superschnell und einfach nachmachen lassen.

Das beste daran ist: für diese grüne Kosmetik kommen nur essbare und frische Zutaten zum Einsatz die ihr entweder schon zu Hause habt oder schnell besorgen könnt, ihr wisst somit auch zu 100% was drinnen ist!
Manches mag euch vielleicht am Anfang ungewöhnlich erscheinen, aber wer selbstgemachte grüne Kosmetik einmal probiert hat, ist meistens schnell davon überzeugt, das Natur rockt und Reinheit und Frische gesunde Nahrung von außen sind. Durch die sanfte Pflege können sich Haut und Haar regenerieren und wieder selbst versorgen. Natürlich ganz vegan und ohne Tierversuche.

In den nächsten 3 Wochen stellen wir euch auf unseren Blogs jeweils 2 Produkte vor, den Anfang mache ich heute mit meinem absoluten Lieblings Produkt des Sommers: der Tausendsassa Bodyspray.
Da ich heuer bereits einige Zeit im Süden verbracht habe, konnte ich den Spray schon ausgiebig testen und meine Haut und Haare waren dankbar dafür. Ich bin auf Reisen auch gerne minimalistisch mit wenig Gepäck unterwegs und darum auch happy darüber, dass dieser Bodyspray ein wahrer Tausendsassa ist: er kann als erfrischender (Apres Sun) Bodyspray, als Fußspray, als Tonic, als Deo und als Glanzspray für die Haare gleichzeitig verwendet werden.
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich, wie all diese Funktionen in einem einzigen Produkt Platz haben? Des Rätsels Lösung liegt in den frischen Zutaten und ihrer Power die ich euch, bevor es ans Werk geht, noch kurz erklären möchte.


  • Minze kühlt und vitalisiert die Haut.
  • Orangen und Zitronen wirken Poren verengend, reinigend und erfrischend. 
  • Apfelessig erfrischt, wirkt aktivierend, entgiftend, verfeinert das Hautbild, kühlt und regeneriert bei zuviel Sonne.
  • Essig wirkt außerdem leicht konservierend und neutralisiert Gerüche durch seine hemmende Wirkung auf das Wachsen von Körpergeruch verursachenden Bakterien. (Der Essiggeruch selber verfliegt!)
  • Auf den Haaren angewendet sorgt Essig für Glanz und leichte Kämmbarkeit. Die Haare werden schön weich und schlechte Gerüche neutralisiert. (Achtung die Zitrone hellt auch etwas auf! Wer das nicht möchte lässt sie einfach weg und nimmt eine ganze Orange.)

Tausendsassa Bodyspray (ca. 100ml, gekühlt ca. 1-2 Wochen)

Innere Werte:
  • 100ml Wasser (ein bisschen mehr einplanen, da es beim Kochen verdampft)
  • 1/2 ungespritzte Orange mit Schale
  • 1/2 ungespritzte Zitrone mit Schale 
  • 1 EL Minze, fein geschnitten
  • 10 ml Apfelessig

So wird`s gemacht:
  1. Orange, Zitrone und Minze mit Wasser aufkochen und ca. 15 Minuten köcheln  
  2. Wenn die Flüssigkeit abgekühlt ist Essig zugeben
  3. Durch ein feines Sieb filtern und in ein Sprühfläschchen abfüllen



Lasst euch auf keinen Fall davon abschrecken, dass der Spray nur eine relativ kurze Haltbarkeit hat. Zum einen ist er wirklich schnell gemacht und die frische Zubereitung garantiert euch, dass sich alle Inhaltsstoffe komplett in ihrer Wirkung entfalten können. Jedem ist wahrscheinlich klar, dass frisches gekochtes Essen besser ist als Konserve, warum sollte es bei der Pflege, der Nahrung von außen, dann anders sein?

Ich bin mir sicher, ihr werdet den Spray genauso lieben wie ich!
Wer Fragen dazu hat oder Hilfe benötigt, darf sich natürlich gerne bei mir melden.

Das 2. Rezept der Woche (das sich sogar auch kulinarisch als Grillsalz verwenden lässt) findet ihr auf The Bird´s new nest!


Dieser Post ist ursprünglich auf meinem anderen Blog www.makeupbine.com erschienen.